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Bild zeigt Paar romantisch auf einer Wiese

Die Schwangerschaft

Schwanger werden. Wie entsteht ein neuer Mensch oder wie kommt es zu einem Baby? So simpel die Frage erscheint, so komplex, einzigartig und biologisch wunderbar ist der Prozess, der zu einem neuen Lebewesen führt. Im Folgenden findest Du – einfach erklärt, wie Du es von Deiner Lieblingsseite rund um die Themen Schwangerschaft und Kinder gewöhnt bist – grundlegende biologische und medizinische Erklärungen zu den fundamentalen Fragestellungen des Schwangerwerdens.

Das Wunder des Lebens

Beginnen wir also die Reise zum „Wunder des neuen Lebens“. Die Reise wird dich zunächst über einen stark reduzierten, dafür aber leicht verständlichen, Einstieg hin zu den komplexeren Fragestellungen und Unwegbarkeiten des Schwangerwerdens führen. In jedem Fall ist es unser Anspruch, Dir in der Tiefe differenzierte Informationen zu liefern, die es Dir je nach Zeit und Laune ermöglichen, tief in die Materie einzudringen oder nur die wichtigsten „Facts“ bereit zu stellen. Sei also gespannt, was Dich erwartet.

Der Geschlechtsakt

Am Anfang steht immer der Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau. Kommt es im Laufe dieses Aktes zum Samenerguss (Ejakulation) des Mannes in der Vagina der Frau, machen sich tausende kleine Spermien mit dem Erbgut des Mannes auf eine weite und auch anstrengende Reise zur Eizelle der Frau. Im Idealfall befruchtet auf dieser Reise ein Spermium eine reife weibliche Eizelle. Nistet sich diese befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein, kann ein neues Leben entstehen.

In der Realität komplex

Was hier durch eine starke redaktionelle Reduktion sehr leicht und unkompliziert klingt, ist in der Realität aber komplexer, vielschichtiger und mit (natürlichen) Hürden und Unwegbarkeiten versehen. Manchmal kommt es ungewollt oder überraschend zu einer Schwangerschaft, teilweise versuchen Paare eine lange Zeit, schwanger zu werden.  

Frau

    • In den Eierstöcken der Frau reifen pro Zyklus mindestens eine – in seltenen Fällen auch zwei oder drei – Eizellen heran. Durch einen großen Hormonausstoß kommt es zum sogenannten Eisprung (Ovulation). Die reife Eizelle wird dabei aus dem Eierstock gestoßen.Diese „gesprungene“ und reife Eizelle wir von den beweglichen Enden des Eileiters aufgefangen und wandert über den Eileiter in Richtung Gebärmutter und Muttermund. Im Rahmen dieser „Wanderschaft“ muss die Eizelle auf ein Spermium treffen.

    • Sobald ein Spermium in eine Eizelle eingedrungen ist, bildet sich eine Schutzwand um die Eizelle, die ein weiteres Eindringen von Spermien verhindert. Das Erbgut in der Eizelle und im Spermium verschmelzen miteinander und die Zellteilung beginnt. Die befruchtete Eizelle wandert im Eileiter weiter Richtung Gebärmutter und nistet sich dort nach 6-12 Tagen ein. Der Grundstein für ein neues Leben ist gelegt.

Mann


    • In den Hoden, einem Teil des männlichen Geschlechtsorgans, bilden sich die Spermien, welche das Erbgut des Mannes enthalten. Sie bestimmen am Ende auch das Geschlecht des Babys. Spermien benötigen in der Regel 64 Tage, um zu reifen und sind dann etwa einen Monat befruchtungsfähig.

    • Pro Ejakulation werden Millionen Spermien frei gegeben, von denen es am Ende nur ein Bruchteil bis zu der Eizelle der Frau schafft. Dabei sind die „männlichen“ Spermien die schnelleren „Schwimmer“, während die „weiblichen“ Spermien länger (im Schnitt zwei bis vier Tage) in der Gebärmutter überleben können.

Bild Samen dringt zwecks Befruchtung in eine Eizelle ein
    • Im Klartext: im Laufe des weiblichen Zyklus gibt es nur begrenzt fruchtbare Tage, in denen die Chancen auf eine Schwangerschaft bestehen. Grundsätzlich hängt der Zeitpunkt der Fruchtbarkeit mit dem Zeitpunkt des Eisprungs zusammen. Der Eisprung ist in der Regel in der Zyklusmitte. Bei einem klassischen 28-Tage-Zyklus wäre es der 14 Tag, die fruchtbarsten Tage wären dann der 10.-14. Tag des weiblichen Zyklus.

Was muss ich vor einer Schwangerschaft beachten?

Bevor ihr plant ein Kind zu bekommen ist es gut, dies einmal bei eurem Frauenarzt / eurer Frauenärztin anzusprechen. Es sollte im Vorfeld auf jeden Fall nachgeschaut werden, ob ihr die richtigen und wichtigen Impfungen habt und ob diese noch ausreichend Schutz geben. So könnt ihr schon mal eine Gefahr für euer Baby im Vorfeld verhindern.

Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft erhöhen

Klar ist, dass beide Partner die erfolgreiche Schwangerschaft begünstigen können. Dazu gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen und Meinungen, wie das „schwanger werden“ unterstützt, begünstigt und positiv beeinflusst werden kann. Wie ihr es von unserer Redaktion gewohnt seid, erstellen wir an dieser Stelle eine Übersicht über eine Auswahl der derzeitig gängigen Möglichkeiten und die aktuelle Studienlage – wie immer geprüft und bearbeitet durch unsere Experten.

Eigene Meinungsbildung

Wir erlauben uns keine Wertung, welche der Möglichkeiten für Euch sinnvoll erscheinen oder auch nicht. Wir möchten Euch bei der eigenen Meinungsbildung unterstützen. Wir möchten im Rahmen dieser Thematik die sachorientiere Diskussion vorantreiben, denn jeder Diskurs eröffnet neue Optionen. Nehmt also die Vorschläge zum Anlass auszuprobieren, kritisch zu reflektieren und für Euch zu einem Ergebnis zu kommen.

Begünstigungsfaktoren für Deine Schwangerschaft

Wenn ihr eure Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen wollt, ist es ratsam, ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen. Ihr solltet genügend schlafen, Euch regelmäßig bewegen und gesund ernähren. Euer Baby wird viele Vitamine benötigen, da schadet es nicht, schon vorher mit gesunder Ernährung anzufangen. Ihr solltet täglich Obst, Gemüse und Milchprodukte essen und darauf achten, dass ihr Zuhause jodiertes Speisesalz verwendet und zweimal pro Woche Meeresfisch esst. Nur so könnt Ihr das für Euer Baby  wichtige Jod in ausreichender Menge aufnehmen.

Wichtige Vitamine und Nährstoffe

Natürlich gibt es auch zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel. Bis auf Folsäure ist es allerdings problemlos möglich, durch eine gesunde und ausgeglichene Ernährung für alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe im Körper zu sorgen. Folsäure solltest du als Frau, die eine Schwangerschaft plant, vier Wochen vor Beginn der möglichen Schwangerschaft in Form eine Präparats einnehmen. Am besten lässt Du Dich in der Apotheke bezüglich eines passenden und kostengünstigen Präparats beraten. Es kommt auf die Güte, nicht auf den Preis oder die Menge an.

Fruchtbaren Tage

Zusätzlich ist es möglich den Geschlechtsverkehr zeitlich so zu planen, dass er in die fruchtbaren Tage der Frau fällt. Woher weisst du, wann diese fruchtbaren Tage sind? Die fruchtbarsten Tage sind in der Regel die zwei bis drei Tage vor dem Eisprung sowie der Tag des Eisprungs. Es ist auch möglich, an anderen Tagen schwanger zu werden, die Wahrscheinlichkeit ist aber deutlich geringer. Meistens ist der Eisprung in der Mitte des weiblichen Zyklus’. Einige von Euch werden ihren Eisprung vielleicht schon mal bemerkt haben. Es kann während dessen zu leichten, krampfartigen Unterleibsschmerzen im Unterbauch kommen. Solltet ihr solche Schmerzen verspüren, achtet darauf zu welchem Zeitpunkt des Zyklus es geschieht. Es könnte sich um Euren Eisprung handeln und damit um einen sehr fruchtbaren Tag.

Ovulationstests

Eine andere, sehr alte Methode ist die Basaltemperaturmessung. Es ist in der Medizin bekannt, dass die Basaltemperatur der Frau nach dem Eisprung ansteigt. Dazu musst Du jeden Morgen vor dem Aufstehen rektal oder oral deine Körpertemperatur messen und diese notieren. Aber sei vorsichtig, unregelmäßiges Schlafen, Alkohol oder Krankheiten können die Körpertemperatur verändern. In Drogeriemärkten oder Apotheken gibt es Ovulationstests, mit deren Hilfe Ihr über den Urin der Frau die Hormonveränderung, die den Eisprungs auslöst, messen könnt. Solltet Ihr einen regelmäßigen Zyklus haben, findet der Eisprung sehr wahrscheinlich zum gleichen Zeitpunkt im Zyklus der Frau statt.

Rauchen und Alkoholkonsum  

Es ist sehr sinnvoll, unabhängig von einer Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören und den Alkoholkonsum zu reduzieren. Raucherinnen sind um 10 bis 40 Prozent weniger fruchtbar als Nicht-Raucherinnen. Rauchende Männer leiden häufig unter Impotenz und haben meist weniger und nicht so aktive Spermien. (Info aus kinderwunschzentrum.org, Leitfaden Rauchen und Fruchtbarkeit) Diese Empfehlungen gelten sowohl für werdende Mütter als auch für werdende Väter. Denn Euer Baby wird aus euch beiden entstehen.

Quellen:
Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe, 6.Auflage, Goerke und Valet, Elesvier
Basics Gynäkologie und Geburtshilfe, Grosch, Urban&Fischer
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1.Auflage 2015






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