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Bild zeigt Frau bei Gepräch mit ihrer Frauenärztin

Was bedeutet Risiko-Schwangerschaft

Eine Risikoschwangerschaft liegt bei Dir vor, wenn dein Arzt oder Deine Ärztin bestimmte Kriterien feststellt, die dazu führen könnten dass eventuell ein größeres Risiko für Dich oder für dein Baby besteht, sodass eine erhöhte ärztliche Aufmerksamkeit notwendig ist oder werden könnte. Aber habe keine Sorge, dass bedeutet nicht automatisch, dass Du oder Dein Baby tatsächlich gefährdet sind!
Mögliche Gründe, warum eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingeordnet wird, können sein:


Nach der Vorgeschichte der werdenden Mutter

  • Erstgebärende unter 18 Jahren oder über 35 Jahre
  • Schwere Allgemeinerkrankungen der werdenden Mutter (z. B. an Niere, Herz, Stoffwechsel,Leber, Psyche oder erhebliche Adipositas)
  • Zustand nach Sterilitätsbehandlung, mehrmaligen Fehl- oder Frühgeburten
  • Totgeborenes oder geschädigtes Kind in der Vorgeschichte
  • Vorausgegangene Entbindungen von sehr großen (>4.000g) oder sehr kleinen Babies oder Mehrlingen
  • Zustand nach Operationen an der Gebärmutter (z. B. Kaiserschnitt, Myom, Fehlbildungen der Gebärmutter)
  • Komplikationen bei vorangegangenen Entbindungen
  • Mehrgebärende über 40 Jahre, Vielgebärende mit mehr als vier Kindern
  • Nach aktuellem Befund (jetzige Schwangerschaft)
  • Bluthochdruck (in allen ihren Ausprägungen)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Gebärmutterblutungen
  • Blutgruppen-Inkompatibilität
  • Diskrepanz zwischen Gebärmutter- bzw. Kindsgröße und Schwanger-
  • schaftsdauer (z. B. fraglicher Geburtstermin, verzögertes Wachstum des Babies, Riesenkind, Zwillinge, vermehrtes Fruchtwasser, Myom)
  • Drohende Frühgeburt (vorzeitige Wehen, Gebärmutterhalsinsuffizienz)
  • Mehrlinge; pathologische Kindslagen
  • Überschreitung des Geburtstermins bzw. Unklarheit über den Termin
  • Nierenbeckenentzündung

Bei mir wurde eine Risikoschwangerschaft festgestellt.

Was bedeutet das konkret für mich?
Wenn dein Arzt oder deine Ärztin aufgrund deiner gesundheitlichen Vorgeschichte oder aufgrund von Auffälligkeiten in der jetzigen Schwangerschaft eine sogenannte Risikoschwangerschaft festgestellt hat, dann solltest Du nicht gleich verzweifeln. Mittlerweile sind ca. 20 % der Schwangerschaften Risikoschwangerschaften und bei den meisten verläuft trotzdem alles ganz normal.

Erstmal bedeutet es nur, dass diejenigen, die Deine Schwangerschaft fachmännisch betreuen, bei Dir aufmerksamer sein sollen also bei anderen. So kann es zum Beispiel sein, dass Du häufiger als alle vier (bis zur 32. SSW) bzw. alle zwei Wochen (33.-40. SSW) zu den Vorsorgeuntersuchungen kommen sollst. Außerdem kann es sein, dass bei Dir und Deinem Baby weitere Untersuchungen notwendig werden, die dann in aller Regel auch von Deiner Krankenkasse übernommen werden. Dazu gehören z.B. besondere Ultraschall-Untersuchungen, Fruchtwasseruntersuchungen oder (cardio)tokographische Untersuchungen (sog. CTG).

Außerdem kann es sein, dass es sinnvoll ist, die Geburtsklinik nach Gesichtspunkten der besonderen medizinischen Versorgung auszuwählen. Lass Dich dazu unbedingt von Deinem Arzt/deiner Ärztin und Deiner Hebamme beraten, welche Klinik bei Dir in der Nähe für Dein spezielles Risiko besonders geeignet ist.


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