Kinderwunsch - Überblick und Informationen - schwanger-kind.de

www.schwanger-kind.de
Direkt zum Seiteninhalt
Bild zeigt zwei Babyschuhe in rosa

Kinderwunsch

Warum kommt es nicht zu einer Schwangerschaft und was ist ein unerfüllter Kinderwunsch?
Diese Fragen sind nicht einfach und schnell zu beantworten. Im Folgenden findest Du – wie immer von unseren Experten aufbereitetes – Wissen, welches Dir einen ersten Überblick zur Beantwortung der Fragen liefert. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass es keine Schuldfrage ist, warum es nicht sofort mit einer (Wunsch-)Schwangerschaft klappt oder warum eine Schwangerschaft nicht ausgetragen werden kann.

Wann spricht man von einem unerfüllten Kinderwunsch?

Laut Studienlage bleiben bis zu 20 Prozent der Ehen in hoch entwickelten Industrieländern ungewollt kinderlos. Dies hat die unterschiedlichsten Gründe. Auf Deiner Lieblingsseite zum Thema „Schwangerschaft und Kinderwunsch“ hast Du zurecht den Anspruch, über die gängigsten Gründe ungewollter Kinderlosigkeit informiert zu werden. Schließlich wollen wir, dass Du für weitere professionelle Schritte gut vorbereitet bist.

Formen der Kinderlosigkeit

Beides, eine nicht eintretende Schwangerschaft und die Unfähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen, führen zu einem unerfüllten Kinderwunsch. Eine Unfähigkeit schwanger zu werden liegt vor, wenn ein Paar mehr als zwei Jahre lang regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr hat, ohne dass eine Schwangerschaft eintritt – die so genannte Sterilität.
Eine Unfähigkeit die Schwangerschaft auszutragen liegt vor, wenn es trotz einer Befruchtung nicht zu einer stabilen Schwangerschaft kommt. Das nennt man in der Medizin Infertilität. Wenn Ihr einen unerfüllten Kindeswunsch habt, kann es gut sein, dass Ihr selber gar nicht wisst, welche der beiden Formen der Kinderlosigkeit vorliegt. Eine Befruchtung der Eizelle ohne Einnistung in die Gebärmutter wird nicht bemerkt und auch nicht durch einen Schwangerschaftstest positiv angezeigt.

Sterilität und Infertilität

Oftmals lassen sich die Ursachen eines unerfüllten Kindeswunsches nicht genau bestimmen, wodurch eine genaue Zuordnung zu Sterilität und Infertilität nicht immer möglich ist. Die Studienlage nennt unterschiedliche Ursachen der Sterilität: So geben einige an, dass sie zu etwa 40 Prozent auf Seiten der Frau und zu etwa 40 Prozent auf Seiten des Mannes liegen. Andere gehen davon aus, dass sie zu 30 Prozent durch Störungen bei der Frau, zu 25 Prozent beim Mann und zu 40 Prozent kombiniert (bei Mann und Frau) sind. 5 bis 10 Prozent bleiben ungeklärt.

In der folgenden Gegenüberstellung findet Ihr eine Auswahl der möglichen Ursachen für eine Sterilität und Infertilität wertneutral und geschlechterspezifisch aufgeteilt:

Frau

    • Störungen in der Eizellreifung
    • Fehlbildung der Eierstöcke
    • Funktionsstörung des Eileiters (Die Eizelle wird nicht durch die Eileiter aufgenommen oder aber kann nicht durch den  Eileiter hindurch zur Gebärmutter transportiert werden.)
    • Fehlbildungen der Gebärmutter oder
    • Gebärmutterschleimhaut
    • Fehlbildungen des Gebärmutterhalses
    • Veränderungen im Gebärmutterhalsschleim
    • Bildung von Antikörpern gegen Ei- oder Samenzellen
    • Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter funktioniert nicht
    • genetische Sterilität
    • körperlicher und seelischer Stress

Mann:

    • Störungen bei der Bildung der Spermien
    • Probleme bei der Lebensdauer, Agilität und Schnelligkeit der Spermien (zum Teil bedingt durch ungesunden Lebenswandel: Nikotion, Alkohol, fettreiches Essen)
    • Veränderungen in der Zusammensetzung des Ejakulats
    • Bakterielle Verunreinigung des Ejakulats
    • Fehlbildungen der Samenwege
    • Fehlbildungen des Hodens
    • Erektionsstörungen
    • Bildung von Antikörpern gegen Samenzellen
    • genetische Sterilität
    • körperlicher und seelischer Stress


Überlebensfähigkeit der Spermien in Tagen

Die Überlebensfähigkeit der Spermien ist von vielen Faktoren abhängig. Im Körper der Frau beträgt sie bis zu fünf Tage. Normales Spermiogramm: bei der Untersuchung des Ejakulates des Mannes wird ein so genanntes Spermiogramm angefertigt. Dabei wird untersucht, wie viele Spermien pro Milliliter Ejakulat vorhanden sind, wie sie aussehen und wie beweglich sie sind. Normalerweise hat ein Mann 20 bis 250 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat. Davon sollten mehr als 50 Prozent morphologisch unauffällig und mehr als 80 Prozent gut beweglich sein.

Was muss ich vor einer Schwangerschaft beachten?

Und wenn all das nichts nutzt, stellt sich die Frage, wie man medizinisch eine Schwangerschaft unterstützen kann. Falls Dich der Bereich der „In Vitro Fertilization“ oder auch der „künstlichen Befruchtung“ interessiert, lies im Hauptmenü unter der Rubrik „Kinderwunsch – In Vitro Fertilization“ weiter und erfahre dort alles Wissenswerte rund um das Thema künstliche Befruchtung.

In Vitro Fertilization

Diesen Schritt sollten Paare mit Kinderwunsch erst nach reiflicher Überlegung angehen. Er sollte in jedem Fall durch eine umfangreiche medizinische Beratung, Anamnese und Diagnostik begleitet werden, die Ihr im Idealfall bei einer Ärztin Eures Vertrauens oder in einem der professionellen Zentren durchführen lasst.

Über 24.000 Schwangerschaften und 17.000 Geburten durch künstliche Befruchtung

Im Jahr 2016 wurden in 134 Kinderwunschzentren 100.000 Zyklen zur Eizellgewinnung erfasst. 18.189 Schwangerschaften sind aus einem Frischzyklus (Schwangerschaftsrate 32,3%) und 6.636 Schwangerschaften aus einem Auftauzyklus (Schwangerschaftsrate 27%) entstanden.
73,2% der Schwangerschaften führten zu einer Geburt. Laut aktuellem Jahrbuch des D.I.R. (Deutsches IVF Register) gibt es in Deutschland eine Kinderlosenquote von 20,8% (bezogen auf das Geburtsjahr 1967, also über 50 Jährige).

Bild zeigt eine IFV
Bild zeigt Tabelle ( unter 24 bis 30 Jährige) nach IVF mit Geburten - und Schwangerschaftsrate
Bild zeigt Tabelle ( 31 bis 37 Jährige) nach IVF mit Geburten - und Schwangerschaftsrate
Bild zeigt Tabelle ( 38 bis 40 Jährige) nach IVF mit Geburten - und Schwangerschaftsrate

Die Chancen sind gut

Zusammengefasst zeigen die Daten des Deutschen IVF Register aus dem Jahr 2016 deutlich, dass eine Schwangerschaft bzw. Geburt insbesondere zwischen dem 25 und 37 Lebensjahr mit einer Schwangerschaftsrate von 35% bis 41% - und einer Geburtenrate von 26% bis 33% durchaus auf einem sehr erfolgsversprechenden Niveau liegen. Bei Frauen ab 38 sinken die Erfolgsaussichten auf eine Geburt mit jedem Jahr um ca. 3%. Falls Du weitere Informationen benötigst, werden Dich die Ärzte des Kinderwunschzentrums Deiner Wahl sicherlich gerne und umfassend beraten.

Quellen:


Zurück zum Seiteninhalt